Die schönste Burg Japans am Vormittag, danach das Nada no Kenka Matsuri — ein Kampf-Festival, das genau auf euren Reisetermin fällt und nur einmal im Jahr stattfindet.
Ausgangspunkt ist das Daiwa Roynet Hotel Himeji (〒670-0927 姫路市駅前町353, Tel. 079-287-0655), ca. 5 Min. zu Fuß vom JR-Bahnhof — Nordausgang 北口 (Burgseite). Zum Sanyo-Himeji-Bahnhof ebenfalls ca. 5 Min., zur Burg ca. 15 Min. Check-in ab 14:00, Check-out bis 11:00. Der Kofferversand nach Hiroshima läuft über die Rezeption (Kartons und Schutzhüllen sind dort gegen Gebühr erhältlich). Himeji ist bei euch nur ein Zwischenstopp auf dem Weg von Osaka nach Miyajima/Hiroshima — dafür fällt er genau auf den einzigen Abend im Jahr, an dem hier eines der intensivsten Festivals Japans stattfindet.
Weiße Burg am Vormittag, Garten zum Mittag, abends eines der spektakulärsten Festivals Japans — und ihr seid rein zufällig genau am richtigen Tag da.
ERLEBEN — Der "Weiße Reiher" (Shirasagi-jō), benannt nach seiner leuchtend weißen Putzfassade und der Form, die an einen aufsteigenden Vogel erinnert. Erbaut in seiner heutigen Form 1609, ist es die größte und am besten erhaltene der ursprünglichen japanischen Burgen — anders als die meisten anderen (darunter Osaka Castle) nie zerstört oder als Betonnachbau wiederaufgebaut. Innen geht ihr über sechs steile, unbehandelte Holztreppen nach oben, Schuhe müssen ausgezogen werden, die Architektur ist bewusst kahl gehalten, um die reine Bausubstanz erlebbar zu machen — inklusive cleverer Verteidigungsanlagen wie Waffenluken, labyrinthartiger Zugangswege und Steinwurf-Öffnungen.
WARUM — Himeji Castle gilt unter Kennern als die eindrücklichste Burg Japans — genau weil sie original und nicht rekonstruiert ist. Nach Osaka Castle (Nachbau) bekommt ihr hier den Unterschied direkt zu spüren: echte, jahrhundertealte Bausubstanz statt Museumsbau.
ERLEBEN — Ein 1992 auf dem Gelände der ehemaligen Samurai-Residenzen angelegter Garten, unterteilt in neun eigenständige, ummauerte Teilgärten im Stil der Edo-Zeit — jeder mit eigenem Charakter, von Kiefern-Gärten bis zu Teich- und Wasserfall-Landschaften. Große Koi-Teiche mit Steinbrücken durchziehen die Anlage, an mehreren Stellen ergeben sich freie Blicke auf die Burg im Hintergrund.
WARUM — Der ruhige Gegenpol direkt neben der oft belebten Burg — neun verschiedene Gartenphilosophien an einem Ort, und die Kombination aus Garten und Burg im selben Bild gibt es so nirgendwo sonst in Himeji.
ERLEBEN — Eines der wildesten und intensivsten Festivals Japans, jedes Jahr am 14. und 15. Oktober an der Matsubara-Hachiman-Schrein gefeiert. Am ersten Abend (eurem Termin) bringen sieben Stadtteile ihre jeweils rund 2,5 Tonnen schweren, aufwendig verzierten Festwagen (Yatai) zum Schreingelände — begleitet von Trommeln, Rufen und einer dichten, euphorischen Menschenmenge. Mit Einbruch der Dunkelheit werden die Wagen mit Feuerlaternen und elektrischem Licht illuminiert, was zu einigen der eindrücklichsten Festival-Fotomotive Japans führt. Der eigentliche "Kampf" der drei Mikoshi findet am zweiten Tag statt — der erste Abend ist aber für sich schon spektakulär genug.
WARUM — Das ist kein geplanter Programmpunkt im klassischen Sinn, sondern ein Zufallstreffer: Das Festival findet nur an diesen zwei Tagen im Jahr statt, und euer Himeji-Aufenthalt liegt exakt darauf. Diese Art von authentischem, nicht-touristischem Volksfest — mit tausenden Einheimischen, aber praktisch keinen ausländischen Touristen — bekommt ihr sonst auf der ganzen Reise nicht.